Skip to content

Nähen mit Wachstuch

August 16, 2013

Nicht nur aus Stoff, sondern auch aus Wachstuch lassen sich tolle Kleinigkeiten nähen. Letztes Jahr habe ich mich auf die Warteliste für die Reste eines Wachstuchhändlers eintragen lassen. Nun ist sie endlich angekommen, und ich war doch sehr überrascht, wie viele verschiedene Reststücke in der Kiste waren. Noch dazu einige wirklich große.

Auch wenn ich den Sommer liebe, sind diese Stücke doch ein Grund mich auf die kürzer werdenden Tage zu freuen.

Falls ihr auch Interesse an einer Restekiste habt, könnt ihr euch bei http://www.wachstuch.com melden.

LG

2013-06-25 18.56.41

2013-06-25 18.55.15

2013-06-25 18.53.53

2013-06-25 18.53.17

Gestrandet in London – Stuck in London 2

July 14, 2012

Mit dem Expresstrain fahre ich von Paddington Station nach Heathrow zurück. Nicht ohne vorher noch ein paar Bilder von dem beeindruckenden Bahnhof zu machen. Am Flughafen angekommen gibt es zwei Schlangen. Eine für Leute die heute ihren Flug verpasst haben und eine für die, die schon gestern hätten fliegen sollen. Bei beiden stehen etwa hundert Leute an. Die Airline hat ein paar wenige Stühle ausgegeben aber die meisten Leute stehen an oder sitzen auf dem Boden. Ganz vorne am Schalter steht eine Frau die mit mir aus Düsseldorf geflogen ist. Ich wundere mich wann die wohl hier war. Es scheint, dass einige gar kein Hotel mehr bekommen haben und die Nacht hier am Flughafen verbracht haben. Nach einer Stunde habe ich noch mehr als 2/3 der Schlange vor mir. Hinter der Schlange regt sich ein junger Franzose mit Cap und Sonnenbrille auf. Soll in Französisch nicht alles wie eine Liebeserklärung klingen? Heute bin ich froh dass ich kein Französisch kann, denn er ist hysterisch und stößt die schlimmsten Flüche aus.  Langsam rückt die Schlange vorwärts und irgendwann kommen Leute von British Airways und verteilen Wasser und Sandwiches. Mittlerweile kenne ich jeden Kratzer am Koffer der Afrikaner vor mir. Bis auf den Franzosen sind die Leute um mich herum alle Ruhig. Alle haben ihren Flug verpasst, einige haben auf dem Flughafen geschlafen. Unser aller Hoffung sind die Leute hinter dem Schalter die die Macht haben den Tag zu retten.  Ich warte so lange wie ich brauche um 2 Blogartikel zu schreiben, 6 Kapitel Jane Austen zu lesen und immer wieder zu den Schaltern zu starren. Oder etwas mehr als 3 Stunden. Die Frau am Schalter ist sehr freundlich und tut ihr bestes mich nach Durban zu kriegen. Aber alle Flüge sind hoffnungslos überbucht. Nach einer weiteren Stunde hat sie eine Verbindung gefunden. 3 weitere Flüge. London – Accra/Ghana – Johannesburg – Durban. Von ihr kann ich auch meine Freunde in Durban anrufen um sie über die neue Ankunftszeit zu informieren. Dann bekomme ich noch einen 10 Pfund Essensgutschein, weil mein Mahlzeitenwunsch für den Flug nicht mehr zu erfüllen ist.  Nachdem ich um 8:00 am Flughafen war, bin ich um 13:30 endlich am Gate und hoffe, dass der Flug nach Ghana nicht verspätet ist.

I’m taking the express train from Paddington station back to Heathrow.  Not without taking some pictures of the impressive train station. At the Airport I’m told there are two lines. One line for people who missed their flight today and one for people like me, who missed it the day before.  In each line there about 100 people waiting. Few people have chairs to sit on, but most are standing or sitting on the floor. Some kids are sleeping on the floor under blankets. It seems some people weren’t able to get a hotel room last night and had to sleep at the airport. . A woman I met on the flight from Dusseldorf is standing at one of the counters.  And I’m wondering since when she was waiting here. After one hour I still have 2/3 of the line in front of me. At the back of the line there is a young French man who seems to be pretty upset. Some people say that whatever you say in French sounds like a declaration of love (don’t you English speaker say the opposite?). Anyway, I’m glad I don’t understand French, because he is hysteric and cursing pretty badly. Slowly the line is progressing and after some time BA staff is handing out water bottles and sandwiches. By now I know every single scratch on the suitcase of the African couple in front of me.  Except the French guy everyone around me in line is calm. All of them missed their flight and some had to sleep on the floor. All our hopes are on the people sitting at the desk who have the power to save this das.  I’m waiting as long as it takes me to write two blog posts, read six chapters Jane Austen and spend some time starring over to the counters and listening into the conversations around me.  This roughly equals 3 hours of waiting. The woman at the counter is friendly and tries her best to get me to Durban.  But all flights are hopelessly overbooked. It takes her an hour to find a connection for today. 3 more flights. London – Accra/Ghana – Johannesburg – Durban. She lets me call my friends there to let them know about my new arrival time and gives me a food voucher, since they are not able to accommodate my meal choice. I arrived at the airport at 8am. By 1.30pm I’m finally at my gate and hope that the flight to Ghana won’t be delayed.

Gestrandet in London – Stuck in London 1 |

July 14, 2012

Scroll down for english.

Das Flugzeug das mich nach London bringen soll steht wegen Gewitter in London auf der Startbahn fest. Nachdem das Flugzeug mit zwei Stunden Verspätung in Düsseldorf gelandet ist, starten wir schließlich 3 Stunden später als geplant nach Heathrow. 10min bevor wir landen hebt mein Flieger nach Südafrika ab. In Düsseldorf hat mir die freundliche Dame von British Airways versichert, das sich BA in diesem Fall um meine Unterkunft und meinen Weiterflug kümmert und ich mir keine Sorge machen soll. Die Mitarbeiter in Heathrow sehen das anders und geben mir einen Zettel auf dem steht welche Hotline ich anrufen soll um Infos über meinen Flug zu bekommen. Mein Gepäck können sie mir nachts leider nicht mehr ausgeben. Das Hotel soll ich mir heute Abend selbst suchen. Es ist bei Ankunft schon kurz vor 22 Uhr. Ein netter Flughafen Mitarbeiter gibt mir und einer Mutter mit Kindern den Rat nicht in die teuren Hotels um den Flughafen zu gehen, da diese zum Großteil ausgebucht sind und auch über dem Budget liegen das die Airline für Übernachtungen zurückerstattet. Also fahre ich mit dem Expresszug in die Stadt um mir ein B&B zu suchen. Das erste das ich betrete, hat keine Betten mehr frei. Die beiden netten Rezeptionisten sind Inder aus Hyderabad. Wir unterhalten uns über Indien und Hyderabad und ihnen fällt ein, dass ein Freund von ihnen noch Zimmer frei hat. Die beiden machen einen ehrlichen Eindruck und ich mache das was man nicht machen soll, mitgehen. Auf dem kurzen Weg zu dem anderen Hotel unterhalte ich mich mit dem Ali, einem jungen Hyderabadi Muslim. Das Hotel ist nicht das beste und Dank meiner übriggebliebenen Hindi/Urdu Kenntnisse kann ich den Preis von hundert auf sechzig Pfund runterhandeln, aber da sie keine Kreditkarten nehmen muss ich mich hier von Ali verabschieden. Shukria. Shubd raat. Zu Fuß mache ich mich weiter auf die Suche nach einem B&B oder günstigen Hotel. Viele Häuser sind ausgebucht. Das günstigste was ich finde ist ein Hostel über einem Pub mit 6-8 Bett Schlafsälen. Aber ich habe mein Gepäck nicht bekommen und habe nur die Kleider die ich trage.  Daher ist Schlafsaal keine Option. Es wird immer später und geht langsam auf Mitternacht zu, dazu fängt es jetzt an zu regnen. Ein anderes Hotel will für eine Nacht in einem 6m2 Zimmer 120 Pfund haben, ohne Frühstück, Wifi 2Pfund pro Stunde und kein Telefon. Irgendwie muss ich ja meine Weiterreise organisieren. Also schaue erst mal nach was anderem. Alle Häuser scheinen nachts Inder oder Pakistaner an den Rezeptionen zu haben. Bis jetzt habe ich noch keinen Engländer getroffen. Zwei weitere B&B bei denen ich frage sind ausgebucht. Da der Regen stärker wird gehe ich in ein Hotel, an dem ich erst vorbei gelaufen bin, da es von außen zu teuer aussieht. Auch hier steht ein junger Pakistani hinter dem Empfang. Nennen wir ihn Hakkim. Ich klage ihm mein Leid, sage das ich Student bin und bekomme mein Zimmer für 60 Pfund, inklusive Frühstück, Wifi und er lässt mich sein Telefon benutzen um die Airline anzurufen. Mittlerweile ist es nach Mitternacht und die Hotline von British Airways ist nicht mehr besetzt. Auch über die Homepage klappt die Umbuchung nicht, ich soll mich bitte bei der Hotline oder am Schalter melden. Ich bin seit 14:00 unterwegs und hatte gedacht ich wäre jetzt schon über Nordafrika.

Um 5:45 kriege ich meinen Wakeup-call und rufe um 6:00 die Hotline an. Diesmal kriege ich sofort jemanden an den Apparat. Die Dame ist freundlich, bringt mir aber leider die schlechten Nachrichten dass der nächste Flug erst am Montag geht (heute ist Donnerstag). Sie bucht mich auf diesen Flug, sagt ich muss aber zum Flughafen gehen um auf die Warteliste für frühere Flüge gesetzt zu werden. Hakkim ist weiterhin sehr nett ohne aufdringlich zu sein und muntert mich auf. Nach einem Frühstück verabschiede ich mich und mache mich auf zum Flughafen.

 

 

The plane that was supposed to get me to London is stuck at Heathrow due to severe thunder storms. It arrives two hours late in Dusseldorf and when we eventually start we’re delayed more than 3 hours. 10min before touchdown in London my plane to South Africa departs. The British Airways Lady in Dusseldorf told me that BA will put me in a hotel and take care of everything and that I should not worry. The staff in Heathrow doesn’t seem to agree with her and just hand me a paper which says I need to call a hotline to get my flight rebooked. They are able to give me my luggage and I’ll have to find a hotel by myself. After sending in the original bills and other paperwork they may reimburse me. When my plane landed in Heathrow it was already 10pm. A kind Man working for the airport advises me and a mother with two children not to get in the long line of people waiting for accommodation in the airport hotels. Most of them are fully booked due to the Olympics and they charge more than BA reimburses people for. He says it would be better to take the train into the city and get a room in a B&B. So I’m taking the Express train to Paddington to look for a bed for the night. The first that B&B that I enter is fully booked. The two receptionists are Indian from Hyderabad. And after chatting a while about India, they remember a friend who’s working in another hotel. They seem to be honest and I do what you’re not supposed to. I let one of them take me to the other hotel. On the way there I’m chatting with Ali, a young hyderabadi muslim. The hotel of his friend is not the best, and even though he gets the price down by 40% I need to say goodbye, since they don’t take credit cards. Shukria and shubd raat. On foot I continue my search for a cheap B&B or hotel. Many houses are fully booked. The cheapest place I find is a dorm-style hostel above a pub. But I didn’t get my luggage and have only the clothes I’m wearing. Dormitory is not an option. It’s getting late, almost midnight and slowly starts raining. Another hotel asks 120 Pound for a 6m² room, without breakfast, wifi and phone. But somehow I need to work out how I’m going to get to Durban. So I continue looking. All the hotel desks are staffed by Indians or Pakistani. So far I didn’t see English men. Two more B&B’s are fully booked. The rain is getting stronger and I enter a hotel I didn’t look at earlier, because it seems to be expensive. Here too, a young Pakistani is working the desk. Let’s call him Hakkim. I tell him my story, ask him for student discounts and get a room for 60 Pound including breakfast, Wifi and he lets me use his phone to call the airline. By now it’s after midnight and BA closed the hotline. I try their homepage, put it says I need to contact the staff at the airport. I left my home in cologne at 2pm and thought by now I would be somewhere above northern Africa.

At 5:45am I get my wake-up call and ring the BA hotline at 6am. This time a woman is answering immediately. She is friendly, but all she can do is book me on a flight for Monday (today is Thursday). To get on a waitlist for earlier flights I need to go the airport. Hakkim continues to do his best to lighten my mood without being annoying. After breakfast I say good bye and make my way back to the airport.      

 

 

 

 

Music on the train and voices at the airport

July 12, 2012

Der Zug zum Flughafen ist voll, aber ich habe trotzdem einen Sitzplatz bekommen. Die Fahrt dauert etwa 30 min. und ich fing gerade an mich zu entspannen als ich hinter mir plötzlich Saxophon und Kontrabass höre. Am Ausgang steht eine Südamerikanische Folkband und versucht sich ihr Mittagessen zu verdienen (oder was auch immer die mit dem gesammelten Geld machen).  Ich kann  mir vorstellen dass einige Fahrgäste von der Musik nicht begeistert sind, aber von mir aus könnte es auf allen meinen Zugreisen Livemusik geben. Eine gute Idee!

Die Dame die am Flughafen die Durchsage macht ist weniger gut gelaunt. Sie macht den Eindruck als würde sie die Verspätung von Familie Donner persönlich nehmen und wird mit jeder Durchsage ungeduldiger und gereizter. Ihre eher unfreundliche Stimme wird immer lauter bis sie fast ins Mikrofon schreit das Familie Donner jetzt bitte „sofort und  ganz, ganz schnell zum Gate 28 kommen soll“.

The train to the airport is full, but I still managed to get a seat. It takes about 30 min to get to the airport and as I snuggle into my seat and start to relax I suddenly hear a saxophone and contrabass. Next to the doors of the train is a southamerican folkband trying to earn lunch money (or whatever they do with the coins they get). I believe not all passengers are delighted about the music, but in my opinion there could be live music on all my train rides. A good idea!

The mood of the announcement lady at the airport is rather darker. She seems to take the delay of family Donner personally and with every announcement she makes her voice grows more impatient and grumpy. Her unfriendly voice get louder until she is almost shouting in the microphone the Fam. Donner now  “needs to proceed to the gate immediately and very, very fast!

Let the adventure begin…

July 11, 2012

1 neuer Reisepass

3 Flüge

10039 km – eine Strecke

2 Wochen

1 unbekannter Kontinent

1 unbekanntes Land

Alte Freunde

1 new passport

3 planes

6238 miles – one way

2 weeks

1 unknown continent

1 unknown country

Old friends

Pictures from Jaipur

November 28, 2010

P1120672

 

Read more…

Bilder aus /Bombay/ pictures

October 31, 2010

Read more…

%d bloggers like this: